đŸ·Gemeinsam stark (2023): Eine Blog-Serie fĂŒr Angehörige von AlkoholabhĂ€ngigenđŸ· Teil 4

Teil 4: SelbstfĂŒrsorge und Umgang mit Herausforderungen

Blog Serie Angehörige alkoholabhÀngige

Willkommen zurĂŒck zu unserer Blog-Serie “Gemeinsam stark” fĂŒr Angehörige von alkoholabhĂ€ngigen Personen. Im vierten Teil dieser Serie möchten wir uns mit dem wichtigen Thema der SelbstfĂŒrsorge und dem Umgang mit Herausforderungen wĂ€hrend des Genesungsprozesses auseinandersetzen.

SelbstfĂŒrsorge priorisieren

Als Angehöriger ist es leicht, sich vollstĂ€ndig auf die BedĂŒrfnisse Ihres Angehörigen zu konzentrieren und dabei Ihre eigenen BedĂŒrfnisse zu vernachlĂ€ssigen. Nehmen Sie sich bewusst Zeit fĂŒr sich selbst und pflegen Sie Ihre körperliche und emotionale Gesundheit. Machen Sie regelmĂ€ĂŸige Pausen, gönnen Sie sich Entspannungsmomente und holen Sie sich die UnterstĂŒtzung, die Sie benötigen, sei es von Freunden, einer Therapeutin oder einer Selbsthilfegruppe. Auch fĂŒr Sie es eine große Belastung, wenn Ihr/e Angehörige/r trinkt. Bedenken Sie die Gefahr der Co-AbhĂ€ngigkeit und unterschĂ€tzen Sie auf keinen Fall die psychische Belastung, der Sie ausgesetzt sind. Suchtberatungsstellen bieten auch fĂŒr Angehörige professionelle Hilfe und UnterstĂŒtzung an. Bitte nehmen Sie diese Angebote ruhig wahr, es geht um Ihre psychische Gesundheit.

Emotionale Achterbahnfahrten bewÀltigen

Der Genesungsprozess kann mit vielen emotionalen Höhen und Tiefen verbunden sein. Es ist wichtig, Ihre eigenen Emotionen zu erkennen und zu akzeptieren. Suchen Sie sich einen sicheren Ort oder eine vertrauenswĂŒrdige Person, mit der Sie ĂŒber Ihre GefĂŒhle sprechen können. Gleichzeitig können AktivitĂ€ten wie Tagebuchschreiben, Meditation oder SpaziergĂ€nge in der Natur Ihnen dabei helfen, mit Stress und Angst umzugehen. Vor allem diskutieren Sie nie mit Ihrem Angehörigen ĂŒber das Thema AlkoholabhĂ€ngigkeit, wenn er oder sie gerade getrunken hat oder am Trinken ist. Bitte immer nur nĂŒchtern ansprechen und versuchen zu reden. Ansonsten entfachen sich unbeherrschbare GefĂŒhlsstĂŒrme auf beiden Seiten, die sehr destruktiv und ungesund werden können.

Umgang mit RĂŒckschlĂ€gen

Es kann vorkommen, dass Ihr Angehöriger RĂŒckschlĂ€ge im Genesungsprozess erlebt. Es ist wichtig, geduldig und einfĂŒhlsam zu bleiben. Ermutigen Sie Ihren Angehörigen, sich nicht entmutigen zu lassen und Hilfe in Anspruch zu nehmen, um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Denken Sie daran, dass RĂŒckschlĂ€ge Teil des Prozesses sind und nicht das Ende bedeuten. RĂŒckfĂ€lle gehören dazu, denn AlkoholabhĂ€ngigkeit ist eine chronische Erkrankung. Nur der Umgang mit dieser Erkrankung kann verĂ€ndert werden, indem man achtsamer und offen mit ihr umgeht. Helfen Sie Ihrem Angehörigen, dass er nicht wieder in den Suchtkreislauf kommt. Durchbrechen Sie ihn gemeinsam und rechtzeitig. Wenn sich die AbwĂ€rtsspirale erstmal in Gang gesetzt hat, ist es sehr schwer, da wieder rauszukommen,

Grenzen respektieren

WĂ€hrend des Genesungsprozesses mĂŒssen Sie möglicherweise Grenzen setzen, um sich selbst zu schĂŒtzen. Es ist in Ordnung, Ihre eigenen BedĂŒrfnisse und Grenzen zu kommunizieren und durchzusetzen. Bleiben Sie dabei respektvoll und einfĂŒhlsam, aber achten Sie darauf, Ihre eigenen Grenzen nicht zu ĂŒberschreiten.

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Informiert bleiben

Halten Sie sich ĂŒber die neuesten Entwicklungen und Behandlungsmöglichkeiten von AlkoholabhĂ€ngigkeit auf dem Laufenden. Nehmen Sie an Schulungen oder Workshops teil, um Ihr Wissen zu erweitern. Je besser informiert Sie sind, desto besser können Sie Ihren Angehörigen unterstĂŒtzen und ihm bei der Auswahl der richtigen Behandlungsoptionen helfen.

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Positive UnterstĂŒtzung suchen

Suchen Sie nach UnterstĂŒtzung in Form von Selbsthilfegruppen oder Therapeuten, die sich auf die Betreuung von Angehörigen von alkoholabhĂ€ngigen Personen spezialisiert haben. Der Austausch mit anderen Menschen, die Ă€hnliche Erfahrungen machen, kann Ihnen helfen, sich verstanden und unterstĂŒtzt zu fĂŒhlen. Nutzen Sie diese Ressourcen, um sich ĂŒber bewĂ€hrte Strategien und Techniken zur BewĂ€ltigung von Herausforderungen auszutauschen.

Eigene Ziele und TrÀume verfolgen

Verlieren Sie inmitten der Herausforderungen nicht Ihre eigenen Ziele und TrĂ€ume aus den Augen. Setzen Sie sich weiterhin persönliche Ziele und nehmen Sie sich Zeit fĂŒr Ihre eigenen Interessen und Leidenschaften. Dies hilft Ihnen, ein GefĂŒhl der ErfĂŒllung und des persönlichen Wachstums aufrechtzuerhalten, wĂ€hrend Sie gleichzeitig fĂŒr Ihren Angehörigen da sind.

Sich professionelle Hilfe holen

Es ist wichtig zu erkennen, dass Sie nicht alleine sein mĂŒssen. Wenn die Herausforderungen des Umgangs mit einem alkoholabhĂ€ngigen Angehörigen ĂŒberwĂ€ltigend werden, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Therapeutin oder Beraterin kann Ihnen dabei helfen, Ihre eigenen Emotionen zu verarbeiten und bewĂ€hrte Strategien zur BewĂ€ltigung von Herausforderungen zu erlernen.

Zeit fĂŒr Freude und Dankbarkeit

Trotz der Schwierigkeiten sollten Sie sich bewusst Zeit fĂŒr Freude und Dankbarkeit nehmen. Achten Sie auf die positiven Momente im Alltag, seien es kleine Erfolge, gemeinsame Erlebnisse oder Augenblicke des GlĂŒcks. Indem Sie sich auf diese positiven Aspekte konzentrieren, können Sie Ihre eigene Resilienz stĂ€rken und eine positive Einstellung bewahren.

Sich mit anderen Angehörigen austauschen

Eine der wertvollsten Ressourcen sind andere Angehörige, die Ă€hnliche Erfahrungen gemacht haben. Suchen Sie nach UnterstĂŒtzungsgruppen oder Online-Foren, in denen Sie sich mit anderen Menschen austauschen können, die verstehen, was Sie durchmachen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen, hören Sie zu und lernen Sie voneinander.

Fazit

Abschließend möchten wir Ihnen sagen, dass Sie als Angehörige/r eines alkoholabhĂ€ngigen Menschen eine wichtige Rolle spielen. Indem Sie sich um Ihre eigene SelbstfĂŒrsorge kĂŒmmern, mit Herausforderungen umgehen und UnterstĂŒtzung suchen, können Sie nicht nur Ihrem Angehörigen helfen, sondern auch Ihre eigene Resilienz und StĂ€rke aufbauen.

In unserer nĂ€chsten und letzten Folge unserer Blog-Serie “Gemeinsam stark” werden wir uns darauf konzentrieren, wie Sie als Angehörige/r die Erholung und den langfristigen Erfolg Ihres geliebten Menschen unterstĂŒtzen können. Bleiben Sie dran und seien Sie stolz auf den Weg, den Sie gemeinsam gehen.

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